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Protest gegen Rechts

 

 

Stiller Protest gegen Rechts

Vier Sportvereine wollen von ihren Mitgliedern große Banner signieren lassen, auf denen sie sich gegen rechtes Gedankengut aussprechen. Zum Auftakt der Sportwoche am Donnerstag soll die Aktion starten.

Regnitzlosau - Der "stille Protest" engagierter Sportvereine gegen das "braune Fest" in Oberprex hat Zuwachs bekommen. Nach der SG Regnitzlosau, der SG Gattendorf und der SV Faßmannsreuth ist nun der ASGV Döhlau als vierter Verein im Boot. Das teilte Sabine Dresel, Diakonin für Jugendarbeit und Extremismusprävention in Regnitzlosau, der Frankenpost mit. Wie berichtet werden die vier Vereine jeweils ein Banner bekommen, das deren Mitglieder entweder unterschreiben oder mit einem Händeabdruck signieren. Das geschieht ab Donnerstagabend nach der Vorstellung des Projekts auf dem Sportgelände der SG Regnitzlosau. Samstagmittag werden die signierten Banner an gleicher Stelle wieder zusammengeführt.

"Die Entwicklung ist völlig neu, der ASGV Döhlau kam ganz spontan dazu", sagt Sabine Dresel. Höhepunkt der Gemeinschaftsaktion sei der "stille Protest" am Samstag auf dem SGR-Sportgelände an der Vierschauer Straße. Sie hoffe auf die Beteiligung weiterer Gruppen und Vereine aus den Herkunftsorten der vier Sportvereine.

Die von vielen Menschen unterschriebenen Banner sollen keine Eintagsfliege sein. Nach der Aktion nehmen die Vereine die Transparente wieder an sich - zur weiteren Verwendung, sagt die Diakonin. "Die Banner sollen künftig bei öffentlichen Veranstaltungen und Fußballspielen aufgestellt werden und zeigen, dass sich der Verein mit seinen Mitgliedern von dem menschenverachtenden braunen Gedankengut distanziert."

Die Aktion "Stiller Protest" sei überall auf offene Ohren gestoßen. Sabine Dresel zeigt sich sehr zufrieden über die große Resonanz. Sie sagt: "Die Gespräche die wir dazu führen, zeigen uns, dass wir offene Türen einrennen ."

Positive Rückmeldungen gibt es auch von Masen Chouman, dem Vorsitzenden der gastgebenden Sportgemeinde Regnitzlosau. "Alles ist durchgeplant", sagt er. Schon am Donnerstag werde das Projekt um 17.30 Uhr zum Auftakt der Sportwoche vorgestellt, die Banner würden an die teilnehmenden Vereine verteilt. Auch Masen Chouman spricht von einer durchwegs positiven Resonanz. "Auch aus der Gemeinde selbst kamen schöne Gesten als Rückmeldungen."

In puncto Vereinsarbeit hat es nach Aussage des Vorsitzenden bislang keine Berührungspunkte mit den Neonazis gegeben. "Uns ist nichts zu Ohren gekommen." Das sei aber kein Grund, sich der Sache nicht anzunehmen. "Jugendarbeit ist die beste Vorbeugung gegen Rechtes Gedankengut", sagt Mason Chouman. Im Verein seien 150 Kinder und Jugendliche beheimatet. Diese betrieben die Sportarten Fußball, Tischtennis und Leichtathletik. "Wir stehen in sehr engem Kontakt zu unserem Nachwuchs", sagt er. Deshalb werde man das Thema weiter im Blick haben. Wie Chouman betont, plant die SG Regnitzlosau einen Thementag "Neofaschismus". Der genaue Zeitpunkt stehe aber noch nicht fest. "Wir wollen mit den Jugendlichen reden, um herauszufinden, wie sie das sehen."

Mit dabei sein werden bei den Protestaktionen am Donnerstag und Samstag in jedem Fall Vertreter des Hofer "Bündnisses für Zivilcourage - Die Hofer Region ist bunt nicht braun". Deren Verantwortliche ermuntern die Bürger, ihren Ort am Wochenende bunt zu gestalten - mit Tüchern, Luftballons und Flaggen. Zudem wird an der Kirche in Regnitzlosau wieder ein Transparent des Bündnisses hängen. Auf diesem ist für jeden, der hier auf dem Weg nach Oberprex vorbeikommt, zu lesen, wo Aussteiger aus der rechten Szene Hilfe finden.

In Oberprex ist für Samstag das "braune Fest" geplant. Seit der Neonazi Tony Gentsch hier 2010 in einer ehemaligen Gaststätte einen Treffpunkt für Rechtsextreme aus Deutschland und Tschechien aufgebaut hat, rückte der Ort immer wieder in den Fokus der Polizei. Bisher zählte diese 46 Veranstaltungen, die meisten waren bisher privater Natur.

Die Banner sollen zeigen, dass sich der Verein vom menschenverachtenden braunen Gedankengut distanziert.

Sabine Dresel

 

Protest-Termine

Am Donnerstag, 10. Juli, 17.30 Uhr, werden die vier Banner gemeinsam zum Auftakt des Sportfestes der SG Regnitzlosau vorgestellt. Vertreter des ASGV Döhlau, der SG Gattendorf und des SV Faßmannsreuth übernehmen dabei ihre Banner für ihre Sportplätze im Ort.

 

Am Samstag, 12. Juli, 13 Uhr, hoffen die Initiatoren auf großen Zuspruch auch Dutzender anderer Vereine, wenn sie zu einem stillen Protest auf dem Sportplatz an der Vierschauer Straße in Regnitzlosau zusammenkommen.

Quelle: www.frankenpost.de

Autor: Von Ronald Dietel