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Neues Feuerwehrgerätehaus eingeweiht

Ein neues Domizil für die Feuerwehr

Gemeinde und Wehr weihen den stattlichen Neubau in Regnitzlosau ein. Der Bürgermeister lobt die Kameraden für ihre ehrenamtliche Leistung.

Von Helmut Steinhäußer

  • Ein Ein-Millionen-Projekt: das neue Feuerwehrgerätehaus in Regnitzlosau. Foto: Steinhäußer

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Regnitzlosau - Großer Tag für die Feuerwehr in Regnitzlosau: Im Beisein vieler Ehrengäste, allen voran Landrat Dr. Oliver Bär und Kreisbrandrat Rainer Hoffmann, weihte sie mit Bürgermeister Hans-Jürgen Kropf das neue Feuerwehrgerätehaus ein. Der Bürgermeister merkte in seinem Grußwort an, dass der Aufgabenbereich der Feuerwehr längst nicht mehr nur auf die Brandbekämpfung beschränkt sei. Die Freiwillige Feuerwehr werde immer öfter auch zur Hilfe bei Unglücksfällen der unterschiedlichsten Art, bei Unwetterkatastrophen und anderen Schadensereignissen gerufen. "Ohne ihren Einsatz würden Werte in unvorstellbarer Größe vernichtet werden", sagte Kropf.

Der Gemeinderat habe daher nicht infrage gestellt, dass Investitionen in den Feuerschutz nötig seien. Der Fahrzeugbestand der Regnitzlosauer Feuerwehr sei stark in die Jahre gekommen. Daher habe man sich schon länger mit dem Gedanken beschäftigt, ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug 20 anzuschaffen. Die Beschaffung eines neuen Fahrzeuges könne allerdings erst dann vorangebracht werden, wenn die räumliche Unterbringung nach den feuerwehrtechnischen Bestimmungen gewährleistet sei. Der Bau eines modernen Feuerwehrgerätehauses mit drei Stellplätzen sei so notwendig geworden. Alle, die an dieser Entscheidung mitgewirkt hätten, seien davon überzeugt, dass der Neubau des Feuerwehrgerätehauses unumgänglich gewesen sei. Kropf dankte allen, die die Entscheidung für den Neubau mitgetragen hätten.

Das Bauvorhaben selbst gliederte sich in den Teilabriss des bisherigen Gebäudekomplexes aus dem Jahr 1955 und den Neubau einer Fahrzeughalle an gleicher Stelle. Außerdem standen umfangreiche Umbaumaßnahmen am neueren Gebäudeteil des bisherigen Gerätehauses an. Als der Plan der Architekten Karsten Hilbert und Ulrich Wendland vorlag und die Baugenehmigung erteilt war, konnte im April vergangenen Jahres mit der Baumaßnahme begonnen werden. Die Kosten beliefen sich nach der Planung auf rund 968 000 Euro. Nach der Fertigstellung stehe etwa eine Million Euro zu Buche. Die Förderung des Freistaats Bayern als Festbetragsförderung betrage 166500 Euro.

Ein besonderes Lob des Bürgermeisters wurde all jenen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden zuteil, die ehrenamtlich in über 3000 Arbeitsstunden am Bau mitgewirkt hatten. Bereits bei der Vorbereitung des Abbruchs wurden beispielsweise Fenster, Türen, Tore und Fußbodenbeläge ausgebaut. Außerdem seien sämtliche Malerarbeiten an den Wänden im Neubau, im Bestandsgebäude und im Schlauchturm in Eigenleistung ausgeführt worden.

"Wir haben mit der Baumaßnahme ein wichtiges Ziel für den Feuerschutz in der Gemeinde Regnitzlosau erreicht und eine optimale Lösung für die Erfüllung der Aufgaben der Stützpunktfeuerwehr gefunden", erklärte Kropf. Beispielsweise verfüge man nun auch über eine Kompaktschlauchpflegeanlage, mit der es möglich sei, neben den eigenen auch die Feuerwehrschläuche der Ortsteilfeuerwehren zu reinigen und zu prüfen. Außerdem konnte auch ein angemessener Umkleideraum geschaffen werden. Bisher mussten sich die Wehrleute in der Fahrzeughalle, hinter den Feuerwehrfahrzeugen bei laufendem Motor umziehen.

Auch ausreichend Lagerkapazitäten für Schlauchmaterial, Sandsäcke oder Ölbindemittel stünden nun zur Verfügung. Bisher und gerade in der Bauphase mussten Materialien und kleine Geräte in Privatanwesen ausgelagert werden. Weiter werde es künftig eine kleine Werkstatt geben, in der Sofortreparaturen vorgenommen werden können. Ein Büro für die Kommandanten und eine Teeküche runden die Ausstattung des Gebäudekomplexes ab. Die Einrichtungsgegenstände wurden zum größten Teil aus Spendengeldern bereitgestellt.

Vom Neubau der Fahrzeughalle abgesehen, sei aber auch der Umbauaufwand im Bestandsgebäude nicht unerheblich gewesen. So mussten beispielsweise die Vorschriften des Brandschutzes, einschließlich der Fluchtwegsicherung eingehalten werden. Zu guter Letzt wurde die zweite Sirene des Ortes, die bisher auf einem Betonmast in der Birkenstraße installiert war, auf das Dach des Feuerwehrhauses gesetzt.

Landrat Bär zeigte sich beeindruckt von dem neu geschaffenen Gebäude. "Die Größe der Fahrzeughalle reicht jedenfalls aus. Alle Gäste haben Platz gefunden", stellte er verschmitzt fest. Deutschland sei wohl das einzige Land der Welt, in dem man erst eine Garage bauen müsse, bevor man ein Auto kaufen dürfe, bemerkte er im Hinblick darauf, dass der Bau des Gerätehauses Voraussetzung für die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges sei.

Der Regnitzlosauer Pfarrer Holger Winkler segnete gemeinsam mit Pater Lalit das neue Gebäude. In seiner Ansprache ging er auf die Geschichte vom Heiligen Florian ein, dem Schutzpatron der Feuerwehrleute, und zog Parallelen zur heutigen Zeit. Es sei wichtig, dass es Menschen gebe, die uneigennützig bereit seien, anderen zu helfen - auch wenn dies mit Risiken für Leib und Leben verbunden sei.

Die Architekten Hilbert und Wendland überreichten nicht den symbolischen Schlüssel, sondern eine historische Pickelhaube an Bürgermeister Hans-Jürgen Kropf, der das Geschenk an Kommandant Armin Heinrich weitergab.

Ohne den Einsatz der Feuerwehr würden Werte in unvorstellbarer Größe vernichtet werden.

Hans-Jürgen Kropf,

Bürgermeister

 

Sie haben den Neubau errichtet und ausgestattet

Der Abbruch des alten Gebäudes durch die Firma Franz aus Draisendorf machte den Weg frei für das Bauunternehmen Kassecker aus Waldsassen, das den Rohbau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Regnitzlosau errichtete. An dem Bau waren folgende weitere Firmen beteiligt:

Dachdecker: Firma Geigenmüller, Helmbrechts

Fassadenverkleidung: Firma Kropf, Oberkotzau

Elektroarbeiten: Firma Elektro-Richter, Naila-Lippertsgrün

Türen und Fenster: Firma Spieß, Hof

Sanitärinstallation: Firma Brehm, Hof

Heizungsanlage: Wilhelm Rothemund, Rehau

Fliesenarbeiten: Firma Kappauf, Waldershof

Brandschutztüren: Firma Löhner, Naila

Innentüren: Firma Schlegel, Münchberg-Sauerhof

Malerarbeiten: Firma Bert Küchler, Markneukirchen

Rolltore: Firma Pöllath, Erbendorf

Trockenbau: M&M lnnenausbau, Berg

Außenanlagen: Firma Luding Tiefbau GmbH, Regnitzlosau

Kompaktschlauchpflegeanlage: Firma Hafenrichter

Kücheneinrichtung: Homa, Hof

http://www.frankenpost.de/lokal/hofrehau/rehau/Ein-neues-Domizil-fuer-die-Feuerwehr;art2452,3401797