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30.07.2010: Nein zu neuem Gewerbegebiet

 

Ressort Rehau

Erschienen am 30.07.2010 00:00

Nein zu neuem Gewerbegebiet

Von Christian Rubner

Im Ortskern oder auf der grünen Wiese? Der Regnitzlosauer Gemeinderat wägt in seiner Sitzung ab, welche Bereiche der Gemeinde zu stärken sind.

Regnitzlosau - Die Gemeinde Regnitzlosau wird vorerst kein weiteres Gewerbegebiet ausweisen. Darauf verständigte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Bis zuletzt liebäugelte die CSU-Fraktion damit, in den geänderten Flächennutzungsplan auch ein neues Gewerbegebiet an der A 93 aufzunehmen. Eine Reihe von Behörden mit dem Landratsamt und der Regierung von Oberfranken an der Spitze meldeten jedoch erhebliche Bedenken an: Mit dem zur Verfügung stehenden Grund und Boden müsse sparsam umgegangen werden, so die Mahnung.

Als Hauptargument gegen ein neues Gewerbegebiet führten die Ämter jedoch an, dass es gar keine konkrete Anfrage eines ansiedlungswilligen Unternehmens gebe. Das bestehende Gebiet "Klötzlamühle" sei außerdem längst nicht ausverkauft. Bürgermeister Hans-Jürgen Kropf warb in der Sitzung dafür, sich vielmehr auf die städtebauliche Entwicklung des Regnitzlosauer Ortskerns zu konzentrieren. Zuschüsse in Höhe von 30 000 Euro könnten laut Kropf für Sanierungsmaßnahmen fließen, wenn sich der Gemeinderat für die Ausweisung entsprechender Gebiete im Ortskern entscheidet.

Einmalige Chance

"Das ist eine einmalige Chance. Regnitzlosau wurde heuer als einzige Gemeinde in das Förderprogramm aufgenommen." Die Regierung in Bayreuth wolle jedoch vor einer endgültigen Zusage zunächst die Entscheidung des Gemeinderats abwarten: Stärkt die Gemeinde ihren Ortskern oder geht sie raus auf die grüne Wiese?

Als Bürger hatte sich FWR-Fraktionsvorsitzender Werner Schnabel schriftlich zu Wort gemeldet und wiederholte in dem Schreiben in Sachen Gewerbegebiet seine bereits in einer vorangegangenen Gemeinderatssitzung vorgebrachten Bedenken. Nach einer zehnminütigen Unterbrechung der Sitzung, in der sich die CSU-Fraktion zu Beratungen zurückgezogen hatte, kritisierte CSU-Gemeinderat Fritz Pabel das Verhalten Schnabels. Es sei verwunderlich, dass die Freien Wähler am 8. Juni einer Aufnahme des Gewerbegebiets in den Flächennutzungsplan geschlossen zugestimmt hätten und im Nachgang in einem Schreiben dagegen argumentiert werde.

Verblüfft, so Pabel, sei er außerdem darüber, dass die Fraktionsvorsitzenden zu dem Gespräch mit der Regierung von Oberfranken nicht eingeladen worden seien. "Hier gibt es einen entsprechenden Gemeinderatsbeschluss." Die CSU habe dieses Gespräch beantragt und sei nicht gehört worden. Bürgermeister Kropf sagte hierzu, der zuständige Abteilungsdirektor bei der Regierung habe wortwörtlich geäußert, dass er keine politischen Diskussionen führe.

Dietmar Luding (FWR) sprang für Werner Schnabel in die Bresche, der in der Sitzung fehlte. "Wir haben im Juni dem Gesamtpaket zugestimmt, weil wir zuerst die Stellungnahmen der beteiligten Behörden abwarten wollten." Die FWR-Fraktion habe jedoch von Anfang an klar gemacht, dass sie gegen das Gewerbegebiet sei. Sollte ein Investor bei der Gemeinde anklopfen, so könne innerhalb von drei Monaten ein neues Gebiet ausgewiesen werden. Darauf wies Bürgermeister Kropf hin.

Einstimmiges Votum

Einstimmig wurde anschließend beschlossen, zum jetzigen Zeitpunkt auf ein neues Gewerbegebiet zu verzichten. "Die Fläche an der Autobahn ist nach wie vor geeignet", fügte Fritz Pabel hinzu. Die Verwaltung forderte er auf, "sich um eine Ansiedlung zu kümmern." In den letzten Monaten, so Pabel weiter, sei es ihm eher so vorgekommen, als ob ein neues Gewerbegebiet torpediert werden soll. Der Bürgermeister wies diesen Vorwurf zurück: "Ein ansiedlungswilliger Betrieb steht nicht im Entferntesten in der Warteschleife."