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24.01.2009: Brand in Regnitzlosau

 

Ressort Rehau

Erschienen am 24.01.2009 00:00

Vierseithof brennt lichterloh

Großalarm | Verheerender Brand in der Mitte von Regnitzlosau richtet Schaden an, der ersten Angabenzufolge an eine Million Euro heranreicht. Feuerwehrmann erleidet während des Einsatzes einen Herzinfarkt.

Von Harald Werder

Regnitzlosau – Ein verheerendes Feuer in einem alten Vierseithof in der Ortsmitte von Regnitzlosau hat am Freitag die gesamte Gemeinde in Aufregung versetzt.

140 Feuerwehrleute schafften es gestern in Regnitzlosau nach vielen Stunden, das Feuer inmitten des Ortes zu löschen.

Mehr Bilder unter www.frankenpost.de. Fotos: Sammer

 

Regnitzlosau – Ein verheerendes Feuer in einem alten Vierseithof in der Ortsmitte von Regnitzlosau hat am Freitag die gesamte Gemeinde in Aufregung versetzt. Eine Anwohnerin musste mit Rauchvergiftung ins Klinikum gefahren werden, ein Feuerwehrmann erlitt einen Herzinfarkt und wurde nach Bayreuth geflogen, den Schaden bezifferte Frank Müller, Sprecher der Feuerwehr vor Ort, auf einen „vielleicht sogar siebenstelligen Betrag“. Den Bewohnern, zwei Familien mit vier Erwachsenen und drei Kindern, ist nichts geschehen, sie standen aber teilweise unter Schock.

Ursache vorerst unklar

Wie sich der Brand des Gebäudekomplexes entwickelt hat, war am Freitag noch weitgehend Spekulation. Fest steht, dass er in einer zur Straße gewandten Scheune seinen Anfang nahm. Darin befanden sich Polizeiangaben zufolge Elektrogeräte, Matratzen und Unrat. Erste Vermutungen seitens der Feuerwehr lauten, dass das Feuer gegen 7.30 Uhr womöglich in einem Fahrzeug entstand, das ebenfalls in der Scheune stand.

Was anfangs nach einem kontrollierbaren Scheunenbrand aussah, entwickelte sich schnell zu einem Inferno. „Der Hof ist stark verwinkelt, es ist viel Holz verbaut, und weil er so alt ist, gibt es nicht überall Brandmauern“, erklärte Müller. Das hatte zur Folge, dass die Flammen auf das Wohngebäude übergriffen und dort einen verheerenden Schaden anrichteten; die intensiven Löscharbeiten taten ihr Übriges. Noch Stunden später loderten Flammen aus einem der Dächer. Lediglich eine Seite des Hofes blieb weitgehend verschont, wird mittelfristig aber auch nicht bewohnbar sein.

Bürgermeister Hans-Jürgen Kropf (links) versuchte in Gesprächen mit der Feuerwehr alles zu regeln, was die Gemeinde organisieren kann.

 

Um des Brandes Herr zu werden, rückten 140 Feuerwehrleute aus der Region mit 26 Fahrzeugen an. Neben den Einsatzkräften aus Regnitzlosau und den Dorfwehren rund um die Gemeinde, den Wehren aus Rehau, Schwarzenbach an der Saale, Gattendorf sowie Oberkotzau wurde sogar Unterstützung aus Schönwald und Selb angefordert. Nachdem der Hof evakuiert war, rollten die Wehren ihre Schläuche aus und versuchten, das Gebäude zu retten. Allerdings gestaltete sich das als schwierig, da viele Brandstellen kaum zugänglich waren, zumal Holztreppen ohnehin kein Herankommen ermöglichten. Die Kälte und später einsetzendes Schneegestöber setzten den Feuerwehrleuten sehr zu. „In dieser Kälte mit schwerem Atemschutz zu arbeiten, wenn von allen Seiten Wasser spritzt, das stellt eine extreme Belastung für uns dar“, sagte Müller. Eine Belastung, der einer aus dem Team nicht gewachsen war und nun mit einem Herzinfarkt in der Spezialklinik liegt.

Als absehbar wurde, dass aus dem Brand ein Großeinsatz werden würde, war auch die Gemeinde am Zug. Sie stellte in der Schule mehrere Klassenzimmer zur Verfügung. Dort konnten sich die abgekämpften und durchfrorenen Feuerwehrleute und die Kräfte des Roten Kreuzes ausruhen und heißen Tee trinken, der in der Schulküche zubereitet wurde. In anderen Zimmern wurden die Bewohner des Hauses versorgt, die – soweit sie dazu in der Lage waren – auch die Fragen der Brandermittler der Polizei beantworten sollten.

Bürgermeister Hans-Jürgen Kropf hatte an diesem Tag alle Termine gestrichen und arbeitete mit der Einsatzleitung eng zusammen, um alles, was die Gemeinde tun kann, zu organisieren. Dazu gehörte auch, die beiden Familien, die am Freitag größtenteils ihr Heim verloren hatten, schnell unterzubringen. Die Erwachsenen und ihre Kinder werden demnach über das Wochenende einstweilen im Haus der BRK-Bereitschaft unterkommen, da kurzfristig keine Zimmer in Gasthöfen oder Pensionen zur Verfügung standen. Erst ab Montag werden wieder Betten frei, und mittelfristig will sich Kropf um eine Wohnung und um die Versorgung der Familien kümmern.

Keine Entwarnung

Am späten Nachmittag war die größte Gefahr gebannt, die Mehrzahl der Einsatzkräfte ist abgezogen worden. Entwarnung gibt Frank Müller dennoch nicht: „In dem Hof gibt es in den vielen Holzdecken und Mauern eventuell noch Glutnester. Bis alles überstanden ist, kann es auf jeden Fall Sonntag werden.“

Mehr Bilder vom Brandort sehen Sie hier:

 

Eingefügt aus <http://www.frankenpost.de/nachrichten/hofrehau/rehau/art2452,958411>