Seiteninterne Navigation

Freie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband Bayern

Navigation

 

Aktuelles

FWR-Pressenotiz: Neu!

Rehauer Tagblatt: Neu!

Blickpunkt: Neu!

Jugendarbeit

Informationen

Kein Platz

für Nazis

Ortsverschönerung

Konzept

Seiteninhalt

21.08.2008: Bürgermeister-Interview

 

Noch verfasst Hans-Jürgen Kropf seine Ansprachen an einem niedrigen Tischchen, das eigentlich für Schreibmaschinen bemessen ist. Foto: -rai

 

Erschienen am 21.08.2008 00:00

Die Verwaltung ist sein Metier

Zwischenbilanz | In den ersten Wochen nach seinem Wahlsieg hat der neue Regnitzlosauer Bürgermeister Hans-Jürgen Kropf schon viel von den Erfahrungen aus seiner Zeit bei der Arbeitsagentur profitiert.

Von Rainer Schmidt

Regnitzlosau – Der Alarm-Piepser steht gleich neben dem Ordner mit den Ansprache-Tipps für Standesbeamte: Hans-Jürgen Kropf könnte jederzeit zum Einsatz gerufen werden. „Seit 1972 bin ich Mitglied der Feuerwehr“, sagt der Regnitzlosauer – und warum sollte seine Wahl zum Bürgermeister irgendetwas daran ändern?

Denn auch ansonsten bringt Kropf viel aus seiner Zeit vor dem Wahlsieg im März mit in das neue Amt ein. „Das Reinkommen war gar nicht schwer“, sagt er. Welche Themen den Regnitzlosauern auf den Nägeln brennen, weiß er als langjähriger Gemeinderat für die FW Regnitzlosau – und die Aufgaben als Rathauschef sind ihm ebenfalls nicht fremd: „Die Verwaltung ist mein Metier“, erzählt Kropf, der beim Arbeitsamt die Verwaltung gelernt hat und danach unter anderem die Arbeitsagenturen in Selb und Marktredwitz leitete.

Freilich gibt es Unterschiede zwischen der hochmodern ausgestatteten Bundesbehörde und der beschaulichen Gemeindeverwaltung: „Hier wird noch viel handgemacht“, ist Kropf aufgefallen, „ich war es gewohnt, immer vernetzt zu sein.“ Doch der Wechsel sei nahtlos vonstatten gegangen: „Mein Vorgänger ist raus, ich bin rein.“

In Kürze wird wohl auch die Einrichtung im Büro des Bürgermeisters den Weg ihres früheren Nutzers gehen. „Ich habe das Mobilar von meinem Vorgänger übernommen, und der von seinem“, sagt Kropf und zeigt auf das kleine Tischchen neben dem Schreibtisch. Die ideale Höhe für eine rustikale Schreibmaschine wäre zwar gegeben – doch für eine Computertastatur ist die Tischplatte entschieden zu niedrig.

Doch wenn es schnell gehen muss, tippt Kropf selbst: „Ich war schon immer meine eigene Schreibkraft“, sagt er und beugt sich demonstrativ über den Bildschirm. Die Ansprache für eine Hochzeit – schon die dritte seiner Amtszeit – wartet am Schirm auf den letzten Schliff. Im Gegensatz zu vielen anderen Bürgermeistern, die ja schon Kraft ihres Amtes eine Verbindung legalisieren dürfen, hat Kropf gleich noch einen Standesbeamtenlehrgang besucht und mit Prüfung abgeschlossen – „falls mal ein Engpass herrschen sollte“.

Bisher sei das aber noch nicht vorgekommen, selbst als Kropf für fünf Tage verreist war. „Ich konnte heuer erstmals im Urlaub abschalten. Bisher war ich immer überall erreichbar und bin selbst am Markusplatz in Venedig durch die E-Mail-Flut über das Tagesgeschehen im Büro informiert worden“, erinnert er sich an seine Zeit in der Agentur. Doch als Bürgermeister sei er guter Dinge gewesen: „Die Mitarbeiter haben die Fäden im Rathaus gut in der Hand.“

Nun ist Kropf zurück und hat viel vor: Als Hausherr gilt es, auf den Schul- und Kläranlagenbaustellen Präsenz zu zeigen, der Internetauftritt der Gemeinde sei „verbesserungsfähig“ und ein erschlossenes Baugebiet gelte es zu vermarkten. Und sein Büro braucht neue Möbel – nicht nur den computertauglichen Schreibtisch, sondern auch einen Besprechungstisch. „Ich mag die Gesprächssituation am Schreibtisch nicht“, sagt er. An dem neuen Tisch könnte dann eines Tages die „Bürgersprechstunde“ stattfinden, die Kropf schon im Wahlkampf angekündigt hat. „Bisher, in den ersten Wochen, hat das aber noch keinen Sinn“, sagt der Bürgermeister. Wer ein Anliegen hat, solle einfach kommen. „Meine Tür steht jedem offen“, sagt er. „Wenn ich im Haus bin, hat der Bürger Vorrang.“

 

Eingefügt aus <http://www.frankenpost.de/nachrichten/hofrehau/rehau/art2452,888775>