Seiteninterne Navigation

Freie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband Bayern

Navigation

 

Aktuelles

FWR-Pressenotiz: Neu!

Rehauer Tagblatt: Neu!

Blickpunkt: Neu!

Jugendarbeit

Informationen

Kein Platz

für Nazis

Ortsverschönerung

Konzept

Seiteninhalt

16.01.2013: Jugendhilfe


Jugendhilfe gegen rechte Umtriebe

Das Bündnis "Hof ist bunt" gibt das Preisgeld, das es für seinen Einsatz gegen rechtes Gedankengut erhalten hat, weiter an die Gemeinde Regnitzlosau. Zusammen mit der Kirche will die Kommune eine offene Jugendarbeit einrichten.

Von Christoph Plass

zurückvergrößernschließenweiter

Hof/Regnitzlosau - Im Moment besteht noch alles aus Ideen: Die Gemeinde Regnitzlosau möchte, zusammen mit der Kirchengemeinde, ihre Jugendarbeit ausbauen. "Wir haben zwar zahlreiche Vereine, die sich um Jugendliche kümmern; doch möchten wir eine offene Stelle für alle anbieten, die von den anderen Angeboten noch nicht erfasst werden", erklärt Bürgermeister Hans-Jürgen Kropf. Einen symbolischen Beitrag für die Stelle erhalten die Verantwortlichen aus Hof: Das Bündnis "Hof ist bunt", das die Bürgerbewegung zum 1. Mai organisiert hatte, hat beschlossen, sein Preisgeld für die Aktion nach Regnitzlosau weiterzuleiten.

Das "Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt" in Berlin hatte Anfang der Woche bekannt gegeben, dass das Hofer Bündnis zu den 67 Preisträgern aus dem Bundesgebiet gehört, die sich mit positiven Projekten einen Namen gemacht haben. Wann die Preisverleihung stattfinden wird, steht noch nicht fest - das Preisgeld zumindest ist schon auf dem Konto der Verantwortlichen: 2000 Euro haben die Akteure erhalten. Belohnt wurden, wie ausführlich berichtet, die Anstrengungen gegen den Neonazi-Aufmarsch am 1. Mai: Unter der Flagge des Bündnisses "Hof ist bunt" und der Stadt brachten sich zahlreiche Vereine und Organisationen mit ein - mehr als 4000 Bürger bildeten die größte Demonstration, die die Stadt in den vergangenen Jahrzehnten gesehen hat.

Der evangelische Dekan Günter Saalfrank gehörte damals zu den wichtigsten Akteuren - und auch die Idee, das Preisgeld nach Regnitzlosau umzuleiten, stammt von ihm. "Im Kampf gegen Rechts darf es keine Berührungsängste geben", sagt er in der Pressekonferenz. "Nur durch eine demokratische Erziehung können wir den braunen Sumpf austrocknen."

Die Gemeinde Regnitzlosau ist einer der Orte, die regelmäßig genannt werden im Zusammenhang mit der rechten Szene: Zwar hätten die Umtriebe der Neonazis in Oberprex noch nicht auf die Bevölkerung übergegriffen, betont Bürgermeister Hans-Jürgen Kropf. Doch sei Prävention nötig, um das weiterhin zu verhindern. Die Kommune möchte in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde eine Personalstelle für die offene Jugendhilfe schaffen. Eine Viertelstelle finanziert die Gemeinde, eine weitere Viertelstelle die Kirche. Die 2000 Euro Preisgeld sind die Anschubfinanzierung. "Und vielleicht findet sich noch jemand, der noch etwas beisteuert", sagt Dekan Günter Saalfrank. Erfreut über die Auszeichnung zeigen sich am Dienstag auch der Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner und Hartmut Hendrich vom Hofer Bündnis. Fichtner: "Sollten wir wieder mit rechten Umtrieben konfrontiert werden: Wir wären gewappnet."