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FWR-Pressenotiz vom 10.04.2017

Exkursion ins Dreiländereck

 „Ein Oberbayer muss uns unsere Heimat erklären“, war die selbstkritische ironische Bemerkung einiger Regnitzlosauer Teilnehmer, die unter sachkundiger Führung von Bernhard Wölfl eine geschichtskundliche Wanderung im Dreiländereck unternahmen. Der oberbayerische Lehrer hat den Regnitzlosauer Ortsteil Oberzech mit seiner Familie zum Lebensmittelpunkt gemacht. „Wir sind fasziniert von der Natur und der Landschaft im Regnitzraum“, sagt seine Ehefrau Carola. Die Wölfls haben sich intensiv mit der Kultur und der Geschichte des Grenzgebietes beschäftigt und auf ihren Streifzügen durch die Landschaft manche Relikte aus der wechselvollen Vergangenheit an der ehemaligen Grenze zwischen Bayern, Böhmen und Sachsen entdeckt.

Die Exkursion startete im ehemaligen Kaiserhammer, an das nun nur noch eine in deutscher und tschechischer Sprache gestaltete Informationstafel und ein Ruheplatz für Wanderer erinnert.  Dort erkundeten die Teilnehmer die von Wölfl aufgespürten verfallenen und zugewachsenen  Fundamentreste von ehemaligen Gehöften und besuchten den Standort der ehemaligen Jakob’schen Gaststätte. In der damaligen Grenzgaststätte „Hofmannsmühle“ trafen sich seinerzeit Grenzer aus drei Ländern und Besucher aus dem gesamten Umland. Wölfl zeigte den FWR-Wanderfreunden  anhand einer handgezeichneten Karte die Standorte einer ehemaligen Schmiede in der Nähe eines Steinkreuzes. Er erläuterte die Ortsbezeichnungen  Oberzech, Unterzech, Mittelhammer usw., die sich auf ein mittelalterliches Bergbaugebiet beziehen, in dem Eisenerze gewonnen wurden. Auf dem Erkundungsgang konnten die Wanderer entlang des verfallenen Mühlgrabens  Reste von Steinbrücken und verfallenen Brunnen in Augenschein nehmen und sogar in einen versteckt liegenden Keller des damaligen Gasthauses Stöß klettern. Die Standorte der ehemaligen Anwesen kann man laut Bernhard Wölfel an deren Hausbäumen erkennen. Meist die einzigen Ahorn- oder Kastanienbäume, die sich teilweise noch im dichten Fichtenbestand erkennen lassen. Nach einer Wanderung in unwegsamem Gelände quer durch tschechischen Wald über den sogenannten „Kalten Frosch“ - einer tiefgelegenen Stelle am Wolfsbach, an der sich einst ein Kohlenmeiler befand – führte der Weg ins offene Geländer unterhalb von Papstleiten. Zuvor musste die Gruppe über den Grenzbach springen. Eine Aktion, die natürlich vor allem den Kindern großen Spass machte, während sich die älteren Herrschaften gegenseitig Hilfestellung gaben. Bei strahlendem Sonnenschein ging es dann am ehemaligen Grenzweg, dem Grünen Band, entlang, über den Höhenrücken der Hammerleithe zurück zum Parkplatz am Dreiländereck. Unter großem Beifall der Wanderfreunde bedankte sich FWR-Vorsitzender Jürgen Schnabel bei Bernhard und Carola Wölfl für die eindrucksvolle Führung.