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FWR-Pressenotiz vom 09.09.2009

Gespräch mit FW-Landtagsabgeordnetem Thorsten Glauber

FWR-Mitglieder diskutieren mit ihrem Landtagsabgeordneten

 

Mit einer zünftigen Brotzeit begrüßte FWR-Vorstandsvorsitzender Werner Schnabel den Landtagsabgeordneten der Freien Wähler, Thorsten Glauber, im Ortsteil Trogenau. Er nahm den ersten Besuch eines FW-Abgeordneten in Regnitzlosau zum Anlass, die Regnitzlosauer FW-Gruppe und ihre Aktivitäten vorzustellen. Dabei bezog er sich auf die erfolgreiche Arbeit der vier FWR-Arbeitskreise Kläranlage, Ortsentwicklung, Schule und Veranstaltungen. Beim Thema Schulbus seien erste Teilerfolge mit verbesserten Abfahrtszeiten erreicht worden. Im Aufgabenbereich Ortsentwicklung wurde ein Fotowettbewerb erfolgreich durchgeführt. Die FWR-Initiative zur Auslobung eines Ortsverschönerungswettbewerbs sei vom Gemeinderat aufgenommen worden. Derzeit widme man sich dem Thema erneuerbare Energien und der Idee, ein Nahwärmenetz mit Hackschnitzelheizwerk ins Auge zu fassen. Das Veranstaltungsteam habe ein gelungenes Sommerfest mit einem Kulturangebot organisiert.

Bürgermeister Hans-Jürgen Kropf stellte in einem ausführlichen Referat Daten, Fakten, Probleme und mögliche Zukunftsprojekte der Gemeinde Regnitzlosau vor. Dabei verwies er darauf, dass die Gemeinde wegen der guten Finanzsituation und einer geringen Pro-Kopf-Verschuldung nicht in den Genuss von Fördermitteln aus dem Konjunkturpaket II gekommen sei. Wichtig sei jedoch die Bestandssicherung der Grundschule in Regnitzlosau. Aus seinen Ausführungen wurde deutlich, dass es beim Unterhalt der Gemeindestraßen, bei der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung sowie bei weiteren Vorhaben einen Sanierungs- und Investitionsstau gebe, den es in den nächsten Jahren abzuarbeiten gilt. Der Bürgermeister ging auch auf die beantragten Dorferneuerungsprojekte sowie auf die Nutzung regenerativer Energiequellen, z. B. die Errichtung von Windkraftanlagen im Gemeindegebiet ein. Der Gemeinderat habe entschieden, den Bau von Windkrafträdern durch konkrete Flächennutzungsplanung zu lenken und zu begrenzen. Zum Thema Kläranlage wies Kropf darauf hin, dass aufgrund eines Benchmarking-Gutachtens an einer eigenen Kläranlage festgehalten werde, statt sich an eine Verbandsanlage anzuschließen. Die Aufsichtsbehörde habe der Gemeinde für die Sanierung der Kläranlage Aufschub bis 2012 gewährt.

MDL Glauber, Architekt, berichtete über seine Erfahrungen, die er in 12-jähriger Tätigkeit als Gemeinderat und 2. Bürgermeister der Freien Wähler sammeln konnte. Interessiert wurden seine Schilderungen mit der Arbeit eines Jugendgemeinderats sowie mit der Planung und dem Bau eines Nahwärmenetzes aufgenommen. Auch das Thema Qualität des Kindergartens und Fragen der Wohnattraktivität für junge Familien wurden diskutiert. Glauber informierte die Gesprächsrunde über den Arbeitsalltag eines Landtagsabgeordneten und im Besonderen über seine Arbeit. Er sei Mitglied im Wirtschaftsausschuss und befasse sich außerdem mit Bauwesen, Energiefragen und mit Jugendarbeit. Auf Nachfrage erläuterte er seine landespolitischen Aussagen zu einigen Schwerpunktthemen der Freien Wähler.

In der Familienpolitik trete er für ein kostenfreies letztes Kindergartenjahr ein. Bildung beginne nach seiner Meinung im Kindergartenalter. Hier müsse unabhängig von sozialen und finanziellen Voraussetzungen der Eltern Chancengleichheit für alle Kinder geschaffen werden. Er würde sich Kindergärten mit Ganztagsbetreuung wünschen, die als Kompetenzzentrum bis zur Einschulung eine qualitätvolle Kinderbetreuung gewährleisten, ohne die Kommunen mit weiteren Kosten zu belasten.

Er fordere flächendeckende Ganztagsschulangebote für alle Schultypen, den Erhalt wohnortnaher Bildungseinrichtungen, kleinere Klassen und eine intensivere Ausrichtung auf die Berufsvorbereitung.

Angesprochen auf die Landwirtschaftspolitik plädierte er für den Erhalt kleiner und mittlerer Höfe und erteilte der grünen Gentechnik ein klares Nein.

Die Breitbandversorgung im ländlichen Raum habe für ihn höchste Priorität. Er erwarte, dass der Freistaat mit seiner Breitbandinitiative endlich eine Breitbandaktion starte, damit der ländliche Raum nicht den Anschluss zu Ballungszentren verliere.

In der Energiepolitik strebe die Fraktion der Freien Wähler eine Dezentralisierung und Regionalisierung der Energiewirtschaft an. Um den Wirtschaftsfaktor Erneuerbare Energien zu stärken, müsse an der Position des Atomausstiegs festgehalten werden. Bayern brauche einen gesunden Energiemix aus Biomasse, Biogas, Windkraft und Geothermie. Damit werde die regionale Wertschöpfung erhöht und es würden zukunftssichere Arbeitsplätze entstehen.

Als jugendpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion sei ihm eine eigenständige Jugendpolitik ein wichtiges Anliegen. Kommunikation, Dialog, Zusammenarbeit und Austausch zwischen Gesellschaft, Politik und Jugendlichen müssten verbessert werden. Eine Fortschreibung des Kinder- und Jugendprogramms sei dringend geboten.

 

Glauber schloss die Diskussion mit der Zusage, die Mitglieder der FWR bei nächster Gelegenheit zu einem Besuch ins Maximilianeum einzuladen.