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FWR-Pressenotiz vom 01.10.2010

Nein

zu zwei weiteren Kraftwerksblöcken im Kernkraftwerk Temelin

Zurzeit läuft das Verfahren der Öffentlichkeitsbeteiligung für den Neubau der Blöcke 3 und 4 des Atomkraftwerks Temelin/Tschechien, das 60 km von der bayerischen Grenze entfernt liegt. Bürger und Einrichtungen in Bayern haben laut Bekanntgabe des Bayer. Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit die Möglichkeit, Ihre Einwendungen unmittelbar beim tschechischen Umweltministerium einzureichen, das für die Genehmigung der Kraftwerksblöcke zuständig ist

(vgl. http://www.stmug.bayern.de/umwelt/reaktorsicherheit/temelin/index.htm ).

Die Reaktoren von Temelin sind eine Weiterentwicklung des Typs, der in Tschernobyl explodierte. Wir befinden uns in der 200-Meilen-Zone, die beim Supergau des Atomkraftwerks Tschernobyl geräumt worden ist.

Das heißt: wir sind gefährdet!

Die Befürchtungen werden auch vom angrenzenden Österreich geteilt. Die Landesregierung von Oberösterreich leistet seit Jahren Widerstand gegen diese Anlage, die sie umgangssprachlich als "Risikoreaktor" bezeichnet (http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Temel%C3%ADn ).

Der oberösterreichische Regierungsbeauftragte Radko Pavlovec behauptet, das Umweltverträglichkeitsverfahren für die Temelin-Reaktoren stehe im Widerspruch zum europäischen Recht.

Thomas Hanel schreibt in seinem Kommentar vom 21.08.2010 in der Frankenpost, dass in Temelin bisher bereits 130 Störfälle registriert worden sind, darunter welche, die haarschaft an einer Katastrophe vorbeiführten. Er kommt zu dem überzeugenden Schluss:

„Eine Atomanlage mit ihren Möglichkeiten der Verheerung ist nie umweltverträglich!“

Deswegen sollten wir uns als Betroffene gegen den Bau der Atomanlagen wehren und beim Tschechischen Umweltministerium Einspruch einlegen. Die Einwendungsfrist wurde bis zum 30.09.2010 verlängert.

Anschrift des Tschechischen Umweltministeriums

Ministerstvo Životního Prostredí
100 00 Praha 10 - Vršovice
Vršovická 65
Tschechische Republik

 

Ein Muster eines Einwendungsschreibens kann von der Internetseite

http://www.fw-regnitzlosau.de/aktuelles/nein-zu-atomkrafterweiterung-temelin/ heruntergeladen werden.

Regnitzlosau, 01.09.2010

Werner Schnabel