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Rehauer Tagblatt 17.03.2010

Ressort Rehau

Erschienen am 17.03.2010 00:00

Kuschelig warm dank Biogasanlage

Projekt | Die Gemeinde Regnitzlosau plant ein Nahwärmenetz. Kindergarten, Pfarrhaus, Gemeindezentrum, Schule und Turnhalle sollen neben einigen Privathäusern angeschlossen werden. Für 30 Bauern würde sich dadurch eine neue Einnahmequelle ergeben.

 

Regnitzlosau - Für die Planung eines Nahwärmenetzes im Kernbereich um Schule und Kirche in Regnitzlosau wird eine neue Variante diskutiert. Landwirte aus Regnitzlosau haben sich zu einer Initiative zusammengefunden, die das Nahwärmenetz mit einer Biogasheizanlage versorgen will. Die Überlegungen dazu wurden kürzlich in einer Versammlung im Feuerwehrhaus Nentschau vorgetragen, zu der die Initiatoren der Biogas-Initiative eingeladen hatten.

Laut einer Mitteilung informierten die Initiatoren darüber, dass 30 Landwirte der Region im Radius von fünf Kilometern eine Anbaufläche von 340 Hektar bewirtschaften, die zur Belieferung einer Biogasanlage genutzt werden könnte. Die Landwirte haben dazu mit der Objekt- und Anlagenplanungsgesellschaft mbH (OAG) Schwarzenhammer Kontakt aufgenommen. Dieses Planungsbüro hat nun in einer ersten Studie Standort und Versorgungsgebiet untersucht. Innerhalb eines Monats will die OAG eine Machbarkeitsstudie für ein Nahwärmenetz vorlegen, das mit Warmwasser aus einer Biogasanlage gespeist wird.

Die Diplomingenieure Eric Piller und Peter Fischer stellten das Konzept des Projekts vor und beantworteten Fragen der Versammlungsteilnehmer. Der Platzbedarf für das Blockheizkraftwerk mit einer geplanten elektrischen Leistung von 500 Kilowatt (etwa 600 Kilowatt Wärme) betrage etwa zwei Hektar. Ideal nannten die OAG-Ingenieure einen Standort am südlichen Ortsrand von Regnitzlosau mit Anbindung an die Staatsstraße.

Kein Interesse an Hackschnitzel

Bürgermeister Hans-Jürgen Kropf und Pfarrer Rudolf Binding informierten die Versammlungsteilnehmer über die Hintergründe und den Verfahrensstand zur Planung eines begrenzten Nahwärmenetzes. Auslöser für die Überlegungen sei der Erneuerungsbedarf der Heizungsanlage für Kindergarten, Pfarrhaus und Gemeindezentrum gewesen. Die Nähe zu Schule, Turnhalle und Lehrschwimmbecken habe zu Überlegungen geführt, über ein gemeinsames Wärmenetz nachzudenken und die Heizwärme auch weiteren Interessenten im engeren Umkreis anzubieten.

Eine Fragebogenaktion habe eine positive Resonanz gefunden, gut 20 Interessenten hätten sich gemeldet. Da die Planungen der Kirchengemeinde auf der Beheizung mit Hackschnitzeln beruhte, wurde diese Energieform den Überlegungen für die Planung des Nahwärmenetzes zugrundegelegt. Getreu dem Grundsatz "aus der Region, für die Region" sollte vorrangig örtlichen Waldbesitzern eine Einnahmequelle aus der Holzlieferung eröffnet werden. Eine Versammlung der Waldbesitzer habe allerdings ergeben, dass es keine Interessenten für Lieferungen aus Privatwaldbesitz gibt. Deswegen stehe man nun der Alternative Biogas positiv gegenüber.

Energiepflanzenanbau

Reinhold Böhner, der Berater für Landtechnik, Energie und Umweltfragen des Landwirtschaftsamts Bayreuth, zeigte sich erfreut über die Initiative der Regnitzlosauer Landwirte. Die Erwerbsquelle Biomasse sei für Landwirte in der Region eine "wünschenswerte, weil das Einkommen sichernde Alternative zu anderen Erwerbszweigen", sagte er. Er betonte weiter, dass der Anbau von Energiepflanzen, die für die Biogasheizung verwendet werden, auf 30 Prozent der Bewirtschaftungsfläche begrenzt sei. Damit werde sichergestellt, dass keine Monokulturen entstünden. Brotgetreide werde für die Heizung nicht verwendet.

In der Diskussion wurden Fragen des Standorts, der technischen Ausstattung und Funktionsweise eines Biogasheizwerks, des Belieferungsverkehrs, der Vermeidung von Belästigungen für Wohngebiete, der Landschaftseinbindung sowie der Auslastung der Anlage erörtert. Versammlungsleiter Stefan Schleicher und Bürgermeister Hans-Jürgen Kropf sowie die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Nahwärmenetz im Gemeinderat, Oliver Geyer und Werner Schnabel, äußerten sich abschließend positiv über den Erkenntnisgewinn der Informationsveranstaltung. Nach Vorliegen der Machbarkeitsstudie werde die Gemeinde die an der Fragebogenaktion beteiligten interessierten Nahwärmekunden über das weitere Vorgehen informieren.

 

System einer Biogasanlage

Quelle: OAG mbH/Rehau AG