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Verbot für "Freies Netz Süd"

23.07.2014 13:47 Uhr, Länderspiegel
Quelle: www.frankenpost.de

Artikel: www.frankenpost.de/regional/oberfranken/laenderspiegel/Herrmann-verteidigt-lange-Dauer-bis-zu-Verbot-von-Neonazi-Netzwerk;art2388,3483585

Herrmann verteidigt lange Dauer bis zu Verbot von Neonazi-Netzwerk

In einer gemeinsamen Aktion haben Polizei und Verfassungsschutz am Mittwoch das „Nationale Zentrum Hochfranken“ des bekennenden Neonazis Tony Gentsch im Regnitzlosauer Ortsteil Oberprex geschlossen und beschlagnahmt.

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Regnitzlosau – Der ehemalige Dorfgasthof galt als Zentrale der „Freien Netz Süd“, dessen Verbot mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger gestern in Kraft trat. Das Netz ist nun  als Nachfolgeorganisation der schon im Jahr 2004 verboteten „Fränkischen Aktionsfront“ eingestuft.

Unterdessen hat Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bei der Pressekonferenz in München am Mittwoch die lange Dauer bis zum Verbot des Neonazi-Netzwerks „Freie Netz Süd“ (FNS) verteidigt. „Gut gemeint reicht für Vereinsverbote nicht aus - sie müssen auch gut gemacht sein“, sagte Herrmann am Mittwoch in München. Ein solches Verbot müsse 150-prozentig wasserdicht sein, um möglichen gerichtlichen Überprüfungen standzuhalten. „Da ging in dem Fall Gründlichkeit vor Tempo.“

Grundlage für das Verbot war nach Worten Herrmanns die umfangreiche Razzia vor einem Jahr. Die beschlagnahmten Computer und Mobiltelefone hätten tiefe Einblicke in die internen Strukturen des FNS ermöglicht. Zudem habe mit dem sichergestellten Beweismaterial eindeutig belegt werden können, dass das FNS eine Ersatzorganisation der verbotenen „Fränkischen Aktionsfront“ und deshalb ebenfalls zu verbieten sei.

Das Gebäude wie auch das gesamte Grundstück in Oberprex wurden am Mittwoch gesichert und werden nun von der Regierung von Oberfranken verwaltet. Beschlagnahmt wurde auch der gesamte Warenbestand des Versandhandels „Final Resistance“, der von  Oberprex aus rechtsradikale Schriften und Tonträger sowie  braune Devotionalien verschickte.

Die Internetseite des „Freien Netzes Süd“ ist seit Mittwoch nicht mehr erreichbar. Allerdings hatten Tony Gentsch und seine Gesinnunggefährten ohnehin angekündigt, die früher rege genutzte Plattform zugunsten der sich in Gründung befindenden Partei „Der Dritte Weg“ aufzugeben. Gentsch ist der örtliche Stützpunktleiter dieser neuen Formation.
Der Gasthof, der offiziell der Mutter von Gentsch gehört, ist in der Vergangenheit immer öfter zu einem Sammelpunkt der brauen Szene geworden. So traten hier der wegen rechten Terrors verurteilte Martin Wiese und der rechtsradikale Liedermacher Frank Rennicke auf. Zuletzt hatte Gentsch Gleichgesinnte am 12. Juli zu einem öffentlichen „Dorffest“ eingeladen.